Ich hasse es, wenn du mir sagst, was ich hätte schreiben sollen.
Wenn du mir sagst, was ich falsch gemacht habe.
Denn dann habe ich insgeheim Angst, dass du besser bist als ich.

Eigentlich bräuchte ich mir darum aber gar keine Sorgen machen. Deine eigene Meinung, deine Kritikfähigkeit, deine Rhetorik, deine Rechtschreibung. Alles ist ein wenig zurückgeblieben.

Und immer, ja, wirklich immer, muss ich mir ein schadenfrohes Grinsen verkneifen, wenn wir unsere Klausuren zurückbekommen, und ich besser bin als du, obwohl ich etwas komplett anderes geschrieben habe, als im Erwartungshorizont steht.

Ich hasse es, wenn du mich unterbrichst. Immer und immer wieder rufst du bei mir an, willst Erklärungen, Ideen, mögliche Vorgehensweisen. Immer wieder fange ich an und du unterbrichst mich. Deine Gedanken laufen aber immer wider in die selbe Sackgasse. Ihnen kann man so schwer folgen.
Ich bin still, weil ich nicht will, dass unser Gespräch zu einer lauten Auseinandersetzung wird.
Du hast die lautere Stimme, die schlechtere Aussprache und die wenigen Inhalte.
Ich habe die leise Stimme, tief und eindringlich.
Man kann sich entscheiden, welche man lieber hören möchte.

13.12.09 18:19

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