Ich steige aus dem Bus aus, der nicht gekommen ist, und laufe nach Hause. Ein Schritt nach dem anderen, über mir ist der Himmel schwarz und die ersten Regentropfen beginnen zu fallen.
Ich laufe am Haus meiner Großeltern vorbei und schaue wie immer durch eines der Fenster. Ich sehe das Gesicht meines Opas und einen halben Liter Schwarztee in einer Glaskanne. Das Licht fällt durch den Tee und lässt die Kanne golden leuchten.
Ich weiß genau, wie es dort gerade riecht und weiß auch, dass es einfach am besten schmeckt, wenn Oma mir ein Brot mit ganz dick Butter und Schinken darauf schmiert. Ich weiß, dass Opa immer zwei Stück Süßstoff in seinem Tee trinkt und dass beide lachen werden, wenn ich die Dinger einfach so esse, wie ich es früher auch gemacht habe.
Ich seufze und gehe weiter. Ich komme nach Hause, um viertel nach Sechs, von der Schule, in der ich momentan fast meine gesamte Lebenszeit zubringe.
Ich wäre gern dort drinnen und würde Schwarztee trinken. Sogar ein Schinkenbrot würde ich essen, obwohl ich mittlerweile Vegetarier bin. Und wie gerne würde ich die beiden so richtig lachen sehen, unbesorgt, glücklich, den Augenblick genießend.

18.8.10 19:43

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