Gedankendiktat - Sprachlos wie Woyzeck

gedanken in meinem kopf ohne punkt und komma die das strukturieren erleichtern könnten
ohne bilder es bleibt nur ein vages gefühl des verstehens schwammig chaotisch durcheinander
gedanken in mir ohne worte ich bin wie woyzeck unfähig mich auszudrücken
"Adies, Marie. Heute Abend"
mehr vermag ich nicht zu sagen worte wie stützvektor oder äquatorial guinea kommen mir nicht über die lippen ohne dass ich darüber stolpere wie heute beim joggen über den stein
worte wie eruieren oder erudieren oder prädestiniert oder prädistiniert oder ganz andere ohne die ich nicht mehr auskomme obwohl ich nicht genau weiß wie sie zu verwenden sind

Ist der leidende Ausdruck Ausdruck für eines leidenden Seins?

Ich reduziere die mehr als dreidimensionalen Gedanken, die mit Bildern, Farben, Gefühlen, Eindrücken und Ansätzen verknüpft sind, auf ein paar platte Buchstaben, die nicht mal annähernd dazu in der Lage sind, das, was in meinem Kopf abgeht, wiederzugeben. Weil die Worte fehlen. Weil es sie nicht gibt oder weil ich sie nicht kenne. Weil ich es nicht vermag, die Fragmente so in Sätze zu packen, dass ein rundes Ganzes dabei herauskommt. Weil ich Worte anders verstehe, weil ich sie anders interpretiere oder weil sie für mich einfach unterschiedlich sind. Und weil jeder andere nochmal anders interpretiert oder versteht. Hieraus resultiert, dass kaum etwas von dem, was ich sagen wollte, meinte und vermitteln wollte, ankommt und verstanden wird.

Und das deprimiert. Macht aggressiv. Rast- und ruhelos.
Es ist nicht, weil ich nicht kann, was ich will. Sondern weil ich nicht vermag, das zu tun, was ich kann.

28.2.11 21:27

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